LEVENTE
KNOBLOCH

Yoga und Taiji mit Herz und Seele
Herzlich Willkommen
Mein Name ist Levente Knobloch und ich unterrichte mit Herz und Seele Yoga und Taiji. Warum? Weil es gut tut – mir und Euch. Also macht mit!
Wege zu Dir
Du willst powern und Dich gleichzeitig aufladen? Im Vinyasa Yoga wird Dein Körper gefordert! Die Positionen, die Asanas, gehen fließend ineinander über. Dabei atmest Du tief und synchron mit den Bewegungen. Muskeln werden angespannt, entspannt und auch gedehnt. Am Ende kommst Du zur Ruhe. Während Du liegst, spürst Du, wie die Energie in jeder einzelnen Zelle Deines Körpers pulsiert.
Oder probier’s mal mit Gemütlichkeit. Im Taiji und Qi Gong fließen die Bewegungen wie Seide – in Zeitlupe. Du entschleunigst und kommst in den Fluss. Während der sanften und weichen Übungen lernst Du mithilfe Deiner Aufmerksamkeit jeden einzelnen Muskel wahrzunehmen und bewusst zu entspannen.

Ich liebe die Vielfalt. Und genauso wie ich die Ruhe genieße, kitzelt es mich auch, meinen Körper an seine Grenzen zu bringen. Beides lässt sich im Yoga wie im Taiji finden. Das vermeintlich weiche Taiji ist seinem Ursprung nach eine Kampfkunst. Und auch im Yoga kann es ganz tief in die Stille und Entspannung gehen. Am Ende führen beide Wege ans gleiche Ziel: nach innen – zu Dir.
Beide Übungswege kommen aus spirituellen Traditionen Asiens. Und beide scheinen sich in einer Sache doch sehr einig zu sein: In einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist. Wer nach innerer Ordnung und Frieden sucht, beginnet also am besten bei der Pflege des eigenen Tempels.
Yoga
Yoga ist gesund. Und so erfreut es sich auch hier in Europa größter Beliebtheit. Viele verbinden damit Entspannungs- und Dehnungsübungen. Manche betrachten Yoga auch als ihren Sport. Dagegen ist nichts einzuwenden. Denn natürlich sind viele Übungen "sportlich" und halten fitt. Aber in seiner Idee und in seiner Ganzheit ist Yoga viel mehr.


Das Wort Yoga kommt aus dem indischen Sanskrit und kann mit "Vereinigung","Einswerden" oder auch "Einheit" übersetzt werden. Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen, das ist Ziel des Yoga. Sind diese Ebenen in Dir ausbalanciert, kannst Du Dir Deiner Verbindung mit dem gesamten Kosmos bewusst werden.
Yoga umfasst eine große Breite an Übungen. Neben den Asanas und den Flows, gehören dazu auch Atem- und Entspannungsübungen sowie Meditationen. Ernährung, die spirituelle und persönliche Entwicklung im Denken und Handeln sind weitere Bausteine. Die regelmäßige Praxis führt zu mehr Lebensqualität, Ausgeglichenheit und Energie.
Taiji

Taiji Chuan (Tai Chi)
Taiji Chuan ist also eine Selbstverteidigung nach dem Prinzip von Yin und Yang. Taiiji versteht sich als innere Kampfkunst: Genauso wichtig wie die Anwendbarkeit der Techniken sind auch die Gesundheitspflege und Heilkunst sowie die persönliche, charakterliche und spirituelle Entwicklung.
Das Wort "Taiji" beschreibt das Prinzip der Balance im Universum: die Harmonie zwischen Himmel und Erde, zwischen Hartem und Weichem, zwischen kalt und heiß, Mann und Frau – zwischen Yin und Yang.
Diese beiden Pole finden sich im Kleinen wie im Großen; im Universum, wie in jedem einzelnen Lebewesen. Durch das eine wirkt auch immer das andere. Dieses Wechselspiel erzeugt stetigen Wandel. Das Zeichen, das diese Balance darstellt, ist das "Taijitu", den meisten bekannt als Yin-Yang-Symbol.

Qi Gong
Wie in allen inneren Kampfkünsten lernt der Übende beim Taiji, das Qi wahrzunehmen, zu mehren und zu kontrollieren. Das Qi fließt, wenn Muskeln und Gelenke möglichst entspannt sind. Deshalb ist die Arbeit mit dem Qi, also das Qi Gong, grundlegend.
Was ist Dao?
„Das DAO, welches man als DAO erkennen kann, ist nicht das wahre DAO.“
Laozi, Dao De Jing.
Dao ist als Wort ein Platzhalter für das Unbegreifliche. Westliche Übersetzer scheiterten mit Begriffen wie "Gott", "Sinn" oder "Weg", sodass die meisten Autoren den Begriff heutzutage unangetastet lassen. Die Dualität von Yin und Yang geht nach Laozi aus dem Dao hervor. Und ihr Wechselspiel folgt diesem universellen Prinzip.
Aus Sicht des Daoismus, der Philosophie des Dao, ist der Mensch die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Er spiegelt den gesamten Kosmos als Mikrokosmos im Kleinen wider. Deshalb hat jeder Mensch auch sein eigenes Dao, der seinen Lebensweg zeichnet.
Mein Dao
1963 in Rumänien geboren wuchs ich in der Kleinstadt Odorheiu auf. Als Kind verschlang ich die Indianergeschichten von Karl May und James Fenimore Cooper. So bekam ich den Spitznamen Apache. Ich folgte meinem Bewegungsdrang in der Natur: kletterte auf Bäume, sprang über Steine und lernte, genauso zu fallen wie meine Helden in den Geschichten und Filmen.
Mit neun Jahren begann ich mit Bodenturnen und wechselte mit Zwölf zur Leichtathletik. Als ich 14 Jahre alt war, schenkte mir mein Gymnastik-Trainer ein Buch über Yoga: meine erste Berührung mit asiatischen Bewegungskünsten. Von da an übte ich Asanas und Pranayamas aus dem Hatha Yoga.
Erste Berührung mit dem Qi
Im gleichen Jahr machte ich eine innere Erfahrung, die bleibenden Eindruck hinterließ. Meine Mutter war von meinen jugendlichen Querelen geplant und lud einen Heiler zu uns nachhause. Als er uns besuchte, übte ich gerade meine Asanas. Er lobte das Yoga als gute Methode zur spirituellen Kultivierung. Dann legte er seine Hand auf, ähnlich wie beim Reiki, etwa zehn Zentimeter von meinem Körper. Dabei spürte ich deutlich, wovon ich in den Yoga-Büchern gelesen hatte: Das Prana, eine unglaubliche Energie, die sich anfühlt wie elektrische Ladung – mit anderen Worten Qi.
Diese ersten Schritte auf dem Weg zu meinem Inneren, Yin, trafen auf ein Yang. Ich begann zu boxen und gewann zahlreiche Turniere auf lokaler und regionaler Ebene. Einige Jahre später kam Karate hinzu.
Das große Yang: A Stuntman was born
Eine weitere prägende Yang-Erfahrung machte ich ebenfalls mit 14 Jahren. Stuntleute besuchten unsere Stadt mit ihrer Show. Im Rumänien der Ceauşescu-Zeit war die Gruppe um Aurel Popescu einzigartig. Alle gingen zum Spektakel, das Sport-Stadion platzte aus allen Nähten. Als die Gruppe einen Freiwilligen aus dem Publikum suchte, meldete ich mich als einziger.
Jetzt träumte ich davon, Stuntman zu werden – und ahnte nicht, dass ich Teil der Popescu-Mannschaft sein würde.
Ich wechselte auf ein Sportinternat. Von dem Wissen geplagt, in einer Diktatur zu leben, die es ihren Bürgern verbietet, das Land zu verlassen, überkam mich der jugendliche Leichtsinn. Mit einem Schulkameraden zusammen unternahm ich den ersten Fluchtversuch. Wir wurden an der Grenze erwischt und flogen von der Schule. Daraufhin setzte ich meine Karriere als Amateurboxer fort und übte im Garten meiner Eltern, zum Leidwesen meiner Mutter, Stunts.
Polen: Ein Tür in den Westen
Als die Popescu-Gruppe Jahre später wieder in der Stadt war, fragte man nach mir und nahm mich auf. Wir tourten durch das ganze Land. Ich doubelte die Hauptrolle in der französisch-deutsch-rumänischen Co-Produktion „Francois Villon“ von Sergiu Nicolaescu.
1988 folgte eine Tour in Polen. Eine zweite Fluchtchance. Auf dem Heimweg setzte ich mich zunächst nach Ungarn ab und floh später weiter nach Deutschland, 1990 folgten meine Frau und mein Sohn. Unsere Fluchtgeschichte würde ein eigenes Buch füllen.
In Deutschland arbeitete ich als Handwerker, behielt die Stunts aber im Auge. Ich hatte Einsätze in Krimis (Großstadtrevier), bei Shows (ZDF-Fernsehgarten) und Galen (Vorstellung des BMW Z3). 1996 arbeitete ich als ein Jahr lang hauptberuflich als Stunt-Man im Warner Bros. Movie World bei Bottrop-Kirchhellen. Nach einem Kreuzbandriss war es vorbei mit den Stunts.
Vom Karate zum Taiji
Ich intensivierte zusammen mit meinem Sohn, Peter, das Karatetraining und machte meinen Schwarzen Gürtel (1. Dan). Immer öfter litt ich aber an Rückenleiden und plagte mich mit dem bereits dritten Bandscheibenvorfall ab.
Ein guter Karate-Freund lernte zu der Zeit bereits Taiji bei Tobias Puntke. Eines Tages kam ich zum Schnuppern und war begeistert. Die Ergebnisse überzeugten mich: Mithilfe der Stehmeditation schaffte ich es, meinen Bandscheibenvorfall selbst zu heilen. 2011 entschloss ich mich zur Lehrerausbildung (2. Lehrergrad TaijiDao nach Meister Shen Xijing). Seit 2014 unterrichte ich an zwei Münsteraner Volkshochschulen (Hiltrup und Ägidiimarkt).
Mein Sohn Peter hat sich von meiner Begeisterung anstecken lassen und ist seit November 2018 ebenfalls Lehrer.
Zurück zu den Wurzeln: Yoga
Als meine Lehrtätigkeit immer mehr Zeit beanspruchte, kam der Punkt, an dem ich mit meinem Job als Handwerker kürzer treten wollte. Ich reduzierte die Stunden und so entstand Raum für Neues. Allein die Möglichkeit, meinen Vormittag zu nutzen, war nach Jahrzehnten als Angestellter ein großer Luxus.
Und so kam Yoga zurück in mein Leben. Mich reizte die Idee, an meine Erfahrungen als Jugendlicher mit dem Hatha Yoga anzuknüpfen. Denn ich wusste, dass Yoga auf gesundheitlicher und spiritueller Ebene ein ähnliches Ziel verfolgt wie die chinesischen Bewegungskünste.
Es war erfrischend zu erleben, wie ich Asanas, die ich Jahrzehnte zuvor erlernt hatte, immer noch abrufen konnte. Das erweckte die Freude am Erleben des eigenen Körpers, der Bewegungen und der Energie noch einmal auf eine ganz neue Weise.
Mit dieser Freude wurde ich wieder zum Schüler und genoss es tiefer ins Yoga einzutauchen. Ab einer bestimmten Tiefe, wollte ich dann noch weiter. Und so war die Ausbildung zum Yoga-Lehrer im Vinyasa Stil nur die logische Folge.
2019/2020 habe ich meine Ausbildung bei Anke Stadler (200+ Stunden) abgeschlossen. Derzeit bilde ich mich fort und gehe vor allem didaktisch in die Tiefe. Dabei geht es um Details zur Wirkung der Übungen, anatomische Kenntnisse und eine unterstützende Korrektur der Schülerinnen und Schüler (300+ Stunden).


























